Weiterführende Informationen zur Sendung




Vom Belügen der Leute. Religionskritisches,
Christentumskritisches und andere starke Stücke

Dr. Karlheinz Deschner
Sendezeit: So. 20.01.2002, 9.15h

Zum Vortrag

Karlheinz Deschner ist Literaturwissenschaftler, Schriftsteller und Moralist. Seine kritischen, oft bissigen Romane, Essays und Aphorismen lösten heftige Diskussionen aus. Vor allem mit seinen Veröffentlichen über Kirche und Christentum geriet Deschner, der nach eigenen Aussage 'cum ira et studio' schreibt, ins Visier der Medien. Seit 1970 arbeitet er an einer auf 10 Bände angelegten 'Kriminalgeschichte des Christentums', die er als 'Projekt gegen geistige Unmündigkeit' versteht. Band 7 wird im Januar 2002 erscheinen. Dr. Karlheinz Deschner wurde 1988 mit dem Arno Schmidt-Preis ausgezeichnet, 1993 mit dem alternativen Büchnerpreis und dem International Humanist Award.

Zur Person

Karlheinz Deschner wurde 1924 in Bamberg geboren. Nach der Grundschule besuchte er das Franziskanerseminar Dettelbach am Main. Von 1934 bis 1942 besuchte er in Bamberg das Alte, Neue und Deutsche Gymnasium als Internatsschüler bei Karmelitern und Englischen Fräulein. Im März 1942 bestand er die Reifeprüfung. Wie seine ganze Klasse meldete er sich sofort als Kriegsfreiwilliger und war - mehrmals verwundet - bis zur Kapitulation Soldat, zuletzt Fallschirmjäger. Zunächst fernimmatrikuliert als Student der Forstwissenschaften an der Universität München, hörte Deschner 1946/47 an der Philosophisch-theologischen Hochschule in Bamberg juristische, theologische, philosophische und psychologische Vorlesungen. Von 1947 bis 1951 studierte er an der Universität Würzburg Neue deutsche Literaturwissenschaft, Philosophie und Geschichte und promovierte 1951 mit einer Arbeit über "Lenaus Lyrik als Ausdruck metaphysischer Verzweiflung" zum Dr. phil. Karlheinz Deschner hat Romane, Literaturkritik, Essays, Aphorismen, vor allem aber religions- und kirchenkritische Geschichtswerke veröffentlicht. 1971 stand er in Nürnberg "wegen Kirchenbeschimpfung" vor Gericht. Seit 1970 arbeitet Deschner an seiner großangelegten "Kriminalgeschichte des Christentums". Im Sommersemester 1987 nahm Deschner an der Universität Münster einen Lehrautrag wahr zum Thema "Kriminalgeschichte des Christentums". Für sein aufklärerisches Engagement und für sein literarisches Werk wurde Karlheinz Deschner 1988 mit dem Arno-Schmidt-Peis ausgezeichnet, im Juni 1993 mit dem Alternativen Büchnerpreis und im Juli 1993 - als erster Deutscher - mit dem International Humanist Award, 2001 mit dem Erwin-Fischer-Preis und dem Ludwig-Feuerbach-Preis.

Buchveröffentlichungen